
Finn Hauk, mehrfacher Bayerischer Meister und Vierter der Deutschen Jugendmeisterschaften von 2023 in Stuttgart, hat in seinem Jahrgang 2008 die Spitze der Bayerischen Bestenliste im Hochsprung erreicht und sich gleichzeitig mit Rang vier eine Top-Platzierung in Deutschland gesichert. Damit hätte er sogar die Qualifikation für die Deutschen Hallen- und Freiluft-Meisterschaften der Altersklasse U20 um zwei beziehungsweise einen Zentimeter übertroffen. Für erstere wird der Qualifizierungszeitraum allerdings erst im November dieses Jahres eröffnet werden, während die Freiluft-Meisterschaften bereits im Juli in Bochum-Wattenscheid ausgerichtet wurden.
Beim Saulheimer Jump & Fly, rund 20 Kilometer von der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz entfernt, war Finn am 29. August mit neun weiteren Mitstreitern im gemischten Altersklassen-Wettbewerb gemeldet. Der Athlet des LAZ Kreis Würzburg und des TSV Eibelstadt startete mit einer Einstiegshöhe von 1,79 Metern in den Wettkampf. Diese konnte er ebenso problemlos überspringen wie die weiteren Höhen von 1,83 und 1,86 Metern. Bei 1,89 und 1,92 Metern benötigte er jeweils einen Nachsprung. Als die Latte auf 1,95 Metern lag, ging es für den Schwarzacher um eine neue persönliche Bestleistung. Finn startete mit schnellem Anlauf, katapultierte sich mit einem impulsiven Absprung in die Luft und überquerte die Latte trotz einer leichten Berührung hauchdünn.
Als einzig verbliebener Springer im Wettbewerb wählte er anschließend 1,97 Meter als nächste Höhe. Diese überquerte Finn direkt im ersten Versuch und dieses Mal ohne jegliche Lattenberührung. Dem fehlerfreien Flug folgten eine geballte Faust und ein ungläubiges Kopfschütteln. Auf die Frage des Kampfrichters nach der nächsten Wunschhöhe gab er dann erstmalig die magische Marke von 2,00 Metern an. Diese sollte sich an diesem Tag nach einem langen Wettkampf am Ende als noch zu hoch erweisen. „Ein unwirklicher Wettbewerb. Zweimal persönliche Bestleistung und dann noch meine ersten drei Sprünge auf zwei Meter. Das war echt Spitze – vor allem nach der langen Verletzungspause“, bilanzierte ein sichtlich zufriedener Finn nach dem Wettkampf.